Dieter Weber Investments seit 1979 - Anlagethemen - Zinsen, Zeit, Inflation

 
Zinsen, Zeit und Inflation


"Der Zinseszinseffekt ist die größte mathematische Entdeckung aller Zeiten". Zitat von Albert Einstein

 

Das Wunder des Zinseszins

Angenommen Sie legen 200,- Euro über 35 Jahre an. Bei unterschiedlichen Zinssätzen würden Sie folgende Beträge erhalten:

 

3%

147.093,- Euro

6%

274.720,- Euro

9%

538.728,- Euro

12%

1.091.806,- Euro

 

Wenn Sie also einen dreimal so hohen Zinssatz haben, erhalten Sie nicht lediglich die dreifache Summe, sondern Sie bekommen tatsächlich fast viermal so viel heraus!

 

Die Zeit

Wahrscheinlich ist es Ihnen schon bewußt, dass es gut ist, so früh wie möglich anzufangen. Ein Beispiel: Sie sparen ab dem 30. Lebensjahr 200,- Euro monatlich. Wenn das Geld sich mit 9% verzinst, haben Sie mit dem 65. Lebensjahr 538.728,- Euro. Angenommen Sie fangen erst mit 45 Jahren an, dann müßten Sie schon mehr als das vierfache investieren, nämlich 843;- Euro monatlich, um auf die gleiche Summe zu kommen. Sollten Sie dagegen erst im Alter von 55 Jahren beginnen, so müssten Sie den stolzen Betrag 2.839,- Euro monatlich sparen.

 

Die Formel: Vermögen = Zeit x Geld

 

Der perfekte Anleger 

 

 

Faustformel:  72 : Zinssatz in Prozent = Anzahl der Jahre, in denen sich Ihr Kapital verdoppelt

 

Todfeind einer Geldanlage: Die Inlation

Inflation ist ein Prozess, bei dem Geld an Wert verliert, also die Kaufkraft des Geldes sinkt. Die Inflation wird uns vorgerechnet, indem man ein "Warenkorb" zusammenstellt und dann beobachtet, wie ich die Waren in diesem Korb verteuern. Der deutsche Warenkorb besteht aus rund 700 vom Statistischen Bundesamt gelisteten Waren und Dienstleistungen. Monatlich gibt das Amt bekannt, wie sich dier Korb entwickelt hat. Die Schwerpunkte im Warenkorb sind wie folgt gewichtet: 30,8 % Wohnung (inkl.Strom, Wasser, Heizung), 13,2 % Verkehr ( inkl. Tanken, Autokauf, Tickets), 11,6 % Freizeit, Unterhaltung, Kultur, 10,4% Nahrung und alkoholfreie Getränke. Die durchschnittliche offizielle Inflationsrate der letzten 30 Jahre lag bei 2,6%. Wenn man nur die Preise für die Dinge des täglichen Lebens berücksichtigen würde, kämen wir wohl eher auf eine Inflationsrate von 4-5%. Lediglich das Statistikamt der Schweiz (BFS) hatte bisher den Mut, die echte Inflationsrate seit Einführung des Euro mit durchschnittlich 7,4 % zu beziffern.

 

Laut Focus Money vom 25.Mai 2011 gibt es folgende Preissteigerungen:

Großhandelspreise                                               + 9,2%

Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze                        + 47 %

Rohstoffmärkte:

Getreide, Saatgut und Futtermittel                      + 72 %   

Zucker                                                                  + 40 %

Kaffeebohnen                                                      + 75 %

Weizen                                                                + 75 %

Mais                                                                   + 100 %

Öl (Sorte WTI)                                                     + 30 %

 

"Wenn die Regierung das Geld so verschlechtert, um alle Gläubiger zu betrügen, so gibt man diesem Verfahren den höflichen Namen Inflation" Zitat von Georg Bernhard Shaw 

 

Gefühlte Inflation

Hans Wofgang Brachinger (leider am 30.11.2011 verstorben) von der Uni Fribourg in der Schweiz hat den "Index der wahrgenommenen Inflation" (IWI) entwickelt. Brachinger gewichtet dazu die Güter des Warenkobs nach der Häufigkeit, mit der sie gekauft werden. Brot und Butter bekommen so einen ganz anderen Stellenwert als Fernseher oder DVD-Player. Das Ergebnis: Die "gefühlte Inflation" liegt fast dreimal höher als die vom statistischen Bundesamt veröffentlichte.

 

Der BPP des MIT

Wissenschaftler des US-Institutes Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben einen neuen Preisindex entwickelt. Unter der Führung von Alberto Cavallo und Roberto Rigobon läuft dort seit einigen Jahren das "Billion Prices Project" (BPP), das Projekt der Milliarden Preise. Die Wissenschaftler überwachen mehr als 70 Länder und sammeln täglich Daten, alleine in den USA von tausenden von Onlinehändlern und von über einer halben Millionen verkaufter Produkte. Der BPP ist damit aktueller und repräsentiert sechsmal mehr Daten als der offizielle Verbraucherpreisindex Index (CPI - Consumer Price Index) des Bureau of Labor Statistics (Statistisches Amt für Arbeit). Dieser Konkurrenzindex BPP misst in den letzten zwölf Monaten einen um 50% höheren Anstieg und den letzten 6 Monaten sogar einen um 100% höhere Preisanstieg als der alteingessene CPI.

 

Teuerungsfaktor

Schauen Sie sich mal folgende Übersicht an:

 

  Waren  

 1965     

 1990    

Faktor  

 2015

Briefporto

0,10 €

 0,50 €

   5

    2,50 €

KännchenKaffee

0,51 €

 2,55 €

   5

          12,75 €

Bild-Zeitung

0,05 €

 0,30 €

   6

            1,80 €

Mercedes 200D

        4.400,- €

       22.000,- €

   5

      110.000,- €

 

FAZIT: Um sich nicht arm zu sparen, denn versteuern werden Sie Ihre Erträge ja vielleicht auch noch, müssen Sie gute Renditen bei Ihrer Geldanlage erzielen!


 
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